Bewertungskriterien

Diese Graphik zeigt die Grundlogik des Empfehlungsprozesses der Kommission.

Die Corona-Kommission nimmt ihre Empfehlungen auf Basis einer quantitativen Beschreibung der epidemiologischen Lage anhand von Indikatoren und unter Berücksichtigung rezenter Entwicklungen (Immunisierungsstatus, Virusmutanten etc.) vor. Eine detaillierte Beschreibung dazu ist dem Manual (siehe unten) zu entnehmen.

Die Indikatoren werden von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) und der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) aufbereitet. Weitere Informationen zum Fallgeschehen werden unmittelbar von den Mitgliedern der Corona Kommission eingebracht (z.B. Lage in den Spitälern, Clustergeschehen, etc.). In den Besprechungen der Corona Kommission werden sowohl die quantitativen als auch die qualitativen Informationen diskutiert und bewertet und münden schlussendlich in der Empfehlung der Corona Kommission.

Die Corona-Kommission orientiert sich bei ihren Entscheidungen an der epidemiologischen Situation in den jeweiligen österreichischen Bundesländern, sie schätzt das Risiko auf regionaler Ebene ein und fokussiert dabei sowohl auf das Verbreitungsrisiko von COVID-19 als auch auf das Systemrisiko.

In KW 34 erfolgte eine Umstellung bei der Risikobewertung, die überwiegend zu einer Reduktion der Risikozahlen führte. Die detaillierte Beschreibung der neuen Bewertungsmethodik (Manual) wird derzeit aktualisiert und in Kürze nachgereicht.

Verbreitungsrisiko

Definition: Gefährdung der öffentlichen Gesundheit durch die Verbreitung von COVID-19

Ziel: Reduktion der COVID-19-Morbidität (Erkrankungshäufigkeit), der Häufigkeit von Fällen mit schweren Verlaufsformen von COVID-19 und der COVID-19-Mortalität (Sterblichkeit) bei gleichzeitig höchstmöglichem Schutz der vulnerablen Bevölkerungsgruppen (Personen mit hohem Risiko)

Systemrisiko

Definition: Gefahr der Überlastung des Gesundheitsversorgungssystems mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten

Ziel: Sicherstellung von ausreichenden Versorgungskapazitäten (insbesondere Betten und Personalkapazitäten auf Intensiv- und Normalstationen) zur Behandlung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten unter Gewährleistung der Regelversorgung für die allgemeine Bevölkerung.

Methode zur Risikoeinschätzung

Initial erfolgt die Einschätzung der o.g. Risiken auf Basis der "rohen 7-Tagesinzidenz" sowie dem Trend derselben. Zur Einschätzung des Gesamtrisikos (Verbreitungs- und Systemrisiko) wird eine weiteren Adjustierung um die Altersstruktur, den Immunstatus und einer Korrektur für die Virulenz der aktuell dominanten Virusvariante vorgenommen und in der so genannten Risikozahl ausgedrückt. Darüber hinaus wird das Systemrisiko mittels der Indikatoren Ist-Auslastung von Intensivstationen und prognostizierte Auslastung mit COVID-19 Fällen beurteilt.

Manual Corona-Kommission

Detaillierte Beschreibungen der Berechnung der Indikatoren und des Vorgehens der Kommission bei der Risikobewertung finden Sie im Manual der Corona-Kommission.

Indikatoren zur Risikoeinstufung

Letzte Aktualisierung: 01.12.2022