Häufig gestellte Fragen

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Information

Hier werden häufig gestellte Fragen zur Corona-Ampel und zur Corona-Kommission beantwortet.

Weitere häufig gestellte Fragen zum Coronavirus werden auf der Website des Sozialministeriums beantwortet.

Auf welchen Kriterien basiert die Ampel-Farbe?

Die Bewertung der aktuellen epidemiologischen Lage auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene erfolgt durch AGES und GÖG anhand des Verbreitungsrisikos und des Systemrisikos. Dabei kommen vier Analysedimensionen zum Einsatz:

  • Übertragbarkeit
  • Quellensuche
  • Ressourcen (im Gesundheitswesen)
  • Tests

In die Corona-Kommission fließen sowohl die quantitativen als auch qualitative Informationen ein, werden dort diskutiert und bewertet und münden schlussendlich in der Empfehlung der Corona-Kommission. Details sind bei den Bewertungskriterien zu finden.

Wer ist in der Corona-Kommission?

Die Corona-Kommission ist ein beratendes Gremium, das Empfehlungen abgibt, welche Ampel-Farbe für eine bestimmte Region gelten soll.

In der Corona-Kommission sind 20 stimmberechtigte Mitglieder. Diese sind: 

  • Vertreterinnen und Vertreter aller neun Bundesländer
  • fünf nominierte Expertinnen und Experten des Bundes
  • sechs weitere Vertreterinnen und Vertreter des Bundes

Den Vorsitz führen Ulrich Herzog (Gesundheitsministerium) und Clemens Auer (Gesundheitsministerium). Sprecherin der Kommission ist die Epidemiologin Daniela Schmid (AGES).

Nicht-stimmberechtigte Vertreterinnen und Vertreter weiterer Ministerien werden beratend hinzugezogen.

Warum tagt die Kommission einmal in der Woche? Warum wird die Ampel nicht öfter als einmal in der Woche aktualisiert?

Die Kommission tagt in der Regel einmal wöchentlich, kann aber bei einer entsprechenden Entwicklung des Infektionsgeschehens auch öfter zusammentreten.

Die Corona-Kommission gibt Empfehlungen zur Risikoeinstufung in Österreich ab, damit dem Risiko angepasste, vorbeugende Maßnahmen gesetzt werden können. Der Blick der Kommission muss sich also in die Zukunft richten, damit der Virusausbreitung bestmöglich entgegengewirkt werden kann. 

Im Gegensatz dazu muss die Gesundheitsbehörde vor Ort im akuten Erkrankungsfall sofort handeln: BürgerInnen, die sich mit dem Virus infiziert haben könnten, werden möglichst rasch getestet und aufgefordert, sich in Heimquarantäne zu begeben. Des Weiteren werden Kontaktpersonen identifiziert, um die Verbreitung des Virus (ausgehend von einer konkreten infizierten Person) zu unterbrechen.

Können somit aktuelle Ausbrüche bzw. Entwicklungen überhaupt schnell genug bewertet werden?

Die Ampel ist nicht die Antwort auf einen konkreten Ausbruch, sondern ein Präventionsinstrument. Bei einem Ausbruch sind rasche Testungen und ein rasches Kontaktpersonenmanagement wichtig. Dafür sind die Gesundheitsbehörden vor Ort zuständig.

Gelten in allen Bezirken/Regionen die gleichen Regeln bei einer Ampel-Farbe (beispielsweise gelb)?

Es sind keine konkreten Maßnahmen an eine Ampel-Farbe gekoppelt. Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus werden zum einen von der Bundesregierung auf Bundesebene gesetzt. Zum anderen können die Landes- und Bezirkshauptleute weitere Maßnahmen auf regionaler Ebene beschließen.

Was passiert bei der Ampel-Farbe Rot?

Es sind keine konkreten Maßnahmen an die Ampel-Farbe Rot gekoppelt. Maßnahmen werden entsprechend der vorherrschenden Situation gesetzt.

Muss die Politik den Empfehlungen folgen?

Die Corona-Kommission ist ein beratendes Gremium und gibt Empfehlungen zur Ampelschaltung an den Bundesminister weiter.  Die eingefärbte Österreichkarte wird auf dieser Website veröffentlicht.

Wie lange soll die Ampel in Betrieb bleiben?

Die Corona-Ampel ist ein Werkzeug, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzugrenzen. Sie bleibt so lange in Verwendung, wie es die epidemiologische Lage erfordert.

Was bedeuten die jeweiligen Ampel-Stufen für schulpflichtige Kinder?

Informationen zur Corona-Ampel an Schulen und elementarpädagogischen Einrichtungen gibt es auf der Website des Bildungsministeriums (BMBWF). Informationen zu den bundeslandweiten Bildungsampeln können auf den Webseiten der jeweiligen Bildungsdirektionen abgerufen werden. Zudem werden die Einfärbungen der regionalen Bildungsampeln auch auf dieser Website bei den regionalen Maßnahmen abgebildet.

Welche Regeln gelten für Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten?

Informationen für den Universitäts- und Hochschulbetrieb können auf der Website des Bildungsministeriums (BMBWF) abgerufen werden.

Was regelt die Bundesregierung?

Die Bundesregierung kann bundesweite Maßnahmen setzen, diese werden unter Bundesweite Maßnahmen dargestellt.

Was können Landeshauptleute regeln?

Landes- sowie Bezirkshauptleute können zusätzlich zu bundesweiten Maßnahmen weitere Maßnahmen auf regionaler Ebene beschließen.

Haben auch andere Länder Ampelsysteme eingeführt?

Es gibt einige Länder, die Ampelsysteme regional oder auch für das gesamte Land eingeführt haben, beispielsweise Deutschland oder Tschechien. 

Was passiert, wenn die Empfehlung der Kommission in einem Bezirk oder einem Land nicht umgesetzt wird?

Die Kommission ist ein beratendes Gremium. In der Regel werden die Empfehlungen der Kommission berücksichtigt und führen zur Ausgestaltung von bundesweiten oder regionalen (zusätzlichen) Maßnahmen.

Wer muss gesetzte Maßnahmen umsetzen?

Wenn es sich bei Maßnahmen um Empfehlungen handelt, sind alle in Österreich lebenden Menschen aufgefordert, diese zu berücksichtigen und umzusetzen. Maßnahmen, die rechtlich bindend sind, müssen von der jeweiligen örtlich zuständigen Behörde vollzogen und damit umgesetzt werden.

Wie wichtig sind bei der Umsetzung der Ampel die Bezirksgrenzen?

Die Ampel-Farbe wird grundsätzlich pro Bezirk geschalten. In wenigen Fällen, wo eine andere Einteilung sinnvoll ist, wird die Ampel-Schaltung für Regionen abseits der Bezirksgrenzen vorgenommen. Z.B. werden im Burgenland die Bezirke Eisenstadt Stadt, Eisenstadt Umgebung und Rust Stadt aufgrund ihrer Verflechtung zu einer Region zusammengefasst.

Wieso ist Wien nicht in Bezirke unterteilt?

Aufgrund des Mobilitätsverhaltens der Wiener Bevölkerung ist es sinnvoll, für Wien eine einheitliche Ampel-Schaltung vorzunehmen.

Ich bin Pendler/in - ich arbeite in einem anderen Ort als meinem Heimatort. Was bedeutet das?

Je nach Empfehlung bzw. Verordnung von lokalen Maßnahmen kann es sein, dass ich etwa in meinem Heimatort an gewissen Orten eine Maske tragen muss, an meinem Arbeitsplatz aber zum Beispiel nicht.

Gibt es Informationen zur Corona-Ampel auch im ORF-Teletext?

Ja, im ORF-Teletext sind die Informationen zur Corona-Ampel auf der Seite 659 abrufbar.

Gibt es eine eigene App für die Corona-Ampel? Oder wird sie in die Stopp-Corona-App eingebunden?

Sämtliche Informationen zur Corona-Ampel finden sich derzeit auf dieser Website. Diese ist auch für mobile Endgeräte optimiert. Die Entwicklung einer eigenen App bzw. die Einbindung der Ampel in die Stopp-Corona-App ist derzeit nicht geplant.

Werden Ampel-Informationen an Gemeindeämtern ausgehängt?

Es wird den Bezirksverwaltungsbehörden empfohlen, vor Ort für eine entsprechende Kommunikation zu sorgen.

Werden die Entscheidungen der Ampel-Kommission und der Politik gleichzeitig publiziert - oder sind die Kommissions-Empfehlungen schon vorher einsehbar?

Die Einfärbung der Karte der Corona-Ampel wird bereits am Donnerstag Abend (nach Sitzungsende der Corona-Kommission) auf dieser Website veröffentlicht. Die  detaillierte Empfehlung der Corona-Kommission sowie die Datengrundlagen werden bis Freitagmittag als Download zur Verfügung gestellt.  

Letzte Aktualisierung: 30.11.2020