Bundesweite Maßnahmen

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Hinweise

3. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung

Die 3. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung tritt am 25. Jänner in Kraft und gilt vorerst bis 3. Februar (Lockdown geplant bis 7. Februar). Zentrale Neuerungen sind die Ausweitung des verpflichtenden Mindestabstand von 1 Meter auf 2 Meter und das verpflichtende Tragen einer FFP2-Maske (bzw. gleich- oder höherwertigen Maske) in bestimmten Bereichen.

Hier folgend angeführt sind zentrale Bereiche, für weitere verbindliche Regelungen siehe 3. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung.

Österreich impft

Die Initiative "Österreich impft" ist gestartet. Alle Informationen zum Impfplan, zu den Impfphasen und FAQs sind auf der Seite Österreich impft abrufbar.

Aktuelle Maßnahmen bundesweit im Überblick

Diese Graphik zeigt einen Überblick über aktuelle bundesweite Maßnahmen. Alle Informationen finden sich im Fließtext.

Abstand und Mund-Nasen-Schutz (MNS)

An öffentlichen Orten ist ein Mindestabstand von zwei Metern gegenüber anderen Personen einzuhalten. Davon ausgenommen sind Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, sowie nicht im gemeinsamen Haushalt wohnhafte Lebenspartner*innen, einzelne engste Angehörige und einzelne wichtige Bezugspersonen.

In öffentlichen, geschlossenen Räumen ist zusätzlich ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. In folgenden Bereichen muss der Mund-Nasen-Schutz einer FFP2-Maske (bzw. gleich- oder höherwertigen Maske) entsprechen:

  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Fahrgemeinschaften
  • Seil- und Zahnradbahnen
  • Kundenbereiche von Betriebsstätten des Handels (sofern geöffnet) sowie von Betriebsstätten nicht körpernaher Dienstleistungsbetriebe (körpernahe Dienstleistungen bleiben weiterhin untersagt)
  • Märkte (indoor und outdoor)
  • Parteienverkehr von Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichten
  • Gastronomie – sofern geöffnet (z.B. beim Abholen von Speisen und in Betriebskantinen)
  • Beherbergungsbetriebe – sofern geöffnet (in allgemein zugänglichen Bereichen wie der Lobby oder an der Rezeption, gilt nicht im Zimmer; Betretung weiterhin nur aus Ausnahmegründen wie zu dringenden beruflichen Zwecken.

Die FFP2-Pflicht gilt nicht für Kinder unter 14 Jahren. Das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt allgemein nicht

  • für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr,
  • während der Konsumation von Speisen und Getränken,
  • für Personen, denen dies aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden kann. Auf Verlangen ist dies Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes, den Behörden oder den Betreiber*innen einer Betriebsstätte durch eine ärztliche Bestätigung glaubhaft zu machen. Diese Personen dürfen in diesem Fall ein sogenanntes Face-Shield (aber kein Kinnschild) tragen. Sofern den Personen auch dies aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden kann, gilt die Pflicht zum Tragen eines MNS nicht,
  • wenn für die Kommunikation erforderlich, dürfen Gehörlose und schwer hörbehinderte Menschen und ihre Kommunikationspartner*innen den MNS abnehmen. Die Zugehörigkeit zu diesem Personenkreis kann durch den Behindertenpass mit den entsprechenden Zusatzeintragungen nachgewiesen werden.

Ausgangsbeschränkungen (0 - 24 Uhr)

Ausgangsbeschränkung von 0 bis 24 Uhr:

Wichtige Ausnahmen:

  • Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • Betreuung und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen sowie Erfüllung familiärer Verpflichtungen
  • Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, wie
    • der Kontakt mit dem/der nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden LebenspartnerIn oder der Kontakt mit einzelnen engsten Angehörigen bzw. einzelnen wichtigen Bezugspersonen, mit denen in der Regel mehrmals wöchentlich physischer oder nicht physischer Kontakt gepflegt wird
    • die Versorgung mit Grundgütern des täglichen Lebens
    • die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen
    • die Deckung eines Wohnbedürfnisses
    • die Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse, wie Friedhofsbesuche und individuelle Besuche von Orten der Religionsausübung, sowie
    • die Versorgung von Tieren.
  • Berufliche Zwecke und Ausbildungszwecke
  • Physische und psychische Erholung (z. B. Individualsport, Spaziergänge)
  • Unaufschiebbare behördliche und gerichtliche Termine

Öffentlicher Verkehr

  • In Massenbeförderungsmitteln und den dazugehörigen U-Bahn-Stationen, Bahnsteigen, Haltestellen, Bahnhöfen und Flughäfen ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten und eine  FFP2-Maske (bzw. gleich- oder höherwertigen Maske) zu tragen. Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens zwei Metern nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.                                              
  • In Kraftfahrzeugen (privater PKW, Taxi, Uber) dürfen maximal zwei Personen pro Sitzreihe befördert werden (Ausnahme: gemeinsamer Haushalt). Zudem ist eine  FFP2-Maske (bzw. gleich- oder höherwertigen Maske) zu tragen.
  • Seilbahnen, Gondeln & Aufstiegshilfen: Bei geschlossenen und abdeckbaren Fahrbetriebsmitteln darf nur 50% der Beförderungskapazität ausgelastet werden, d.h. es dürfen nur halb so viele Personen befördert werden.  Zudem ist eine  FFP2-Maske (bzw. gleich- oder höherwertigen Maske) zu tragen. Betreiber*innen haben basierend auf der Risikoanalyse und dem Stand der Wissenschaft entsprechende Präventionskonzepte umzusetzen.

Gastronomie und Beherbergung

Gastronomie

  • Gastrobetriebe dürfen Speisen zur Abholung von 6 bis 19 Uhr anbieten. Lieferservice ist 24 /7 möglich.
  • Die Konsumation vor Ort ist nicht erlaubt (Ausnahme: Betriebskantinen)
  • Beim Abholen von Speisen in Gastrobetrieben bzw. in Betriebskantinen ist ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten und eine  FFP2-Maske (bzw. gleich- oder höherwertigen Maske) zu tragen.

Beherbergung

  • Beherbergungsbetriebe dürfen nur in Ausnahmefällen, insbesondere aus beruflichen Zwecken, genutzt werden.

Veranstaltungen

  • Veranstaltungen sind weiterhin untersagt (z.B. Geburtstagsfeiern, Hochzeitsfeiern, kulturelle Veranstaltungen, Sportveranstaltungen).
  • Davon ausgenommen sind Proben und künstlerische Darbietungen ohne Publikum, die zu beruflichen Zwecken erfolgen, sowie der Profisport. Unaufschiebbare berufliche Zusammenkünfte und Zusammenkünfte zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken sind möglich. Begräbnisse können mit höchstens 50 Personen stattfinden. Demonstrationen sind erlaubt.
  • Der Mindestabstand und die MNS-Pflicht müssen bei allen Veranstaltungen jedenfalls eingehalten werden.

Handel und Dienstleistungen

  • Geschäfte sind grundsätzlich geschlossen. Betreten werden dürfen nur jene Betriebe, die wichtige Güter (z.B. Lebensmittel, Medikamente) anbieten. Weiterhin aufgesucht werden dürfen auch Kundenbereiche von nicht körpernahen Dienstleistungsbetrieben (z.B. Banken, KFZ-Werkstätten, Versicherungen, Putzereien, Änderungsschneidereien, etc.). Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen anbieten, bleiben geschlossen (z.B. Friseur/innen, Nagelstudios, Piercingstudios, Massagestudios – Ausnahme: medizinische Zwecke).
  • Weiterhin zwischen 6 und 19 Uhr geöffnet bleiben
    • öffentliche Apotheken
    • Lebensmittelhandel (einschließlich Verkaufsstellen von LebensmittelproduzentInnen und bäuerlichen Direktvermarktern)
    • Drogerien und Drogeriemärkte
    • Verkauf von Medizinprodukten und Sanitärartikeln, Heilbehelfen und Hilfsmitteln
    • Gesundheits- und Pflegedienstleistungen
    • Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen, die von den Ländern im Rahmen der Behindertenhilfe-, Sozialhilfe-, Teilhabe- bzw. Chancengleichheitsgesetze erbracht werden
    • veterinärmedizinische Dienstleistungen
    • Verkauf von Tierfutter
    • Verkauf und Wartung von Sicherheits- und Notfallprodukten, das sind insbesondere Feuerlöscher, Schutzausrüstung, Leuchtmittel, Brennstoffe, Sicherungen, Salzstreumittel, nicht aber Waffen und Waffenzubehör, sofern deren Erwerb nicht zu beruflichen Zwecken aus gesetzlichen Gründen zwingend unaufschiebbar erforderlich ist
    • Agrarhandel einschließlich Schlachttierversteigerungen sowie der Gartenbaubetrieb und der Landesproduktehandel mit Saatgut, Futter und Düngemittel
    • Tankstellen und Stromtankstellen einschließlich Waschanlagen
    • Postdiensteanbieter einschließlich deren Postpartner sowie Anbieter von Telekommunikation
    • Tabakfachgeschäfte und Zeitungskioske
    • KFZ- und Fahrradwerkstätten
  • Das Einkaufen ist zwischen 6 und 19 Uhr erlaubt. Ausgenommen davon sind u.a. Apotheken, Tankstellen und Lieferdienste. In den offenen Geschäften dürfen nur jene Waren erworben werden, die dem „typischen Warensortiment des jeweiligen Geschäfts“ entsprechen. Es gilt die Abstandsregel, die 10-m2-Regel pro Kund/in und das verpflichtende Tragen einer FFP2-Maske für Kund/innen sowie für Mitarbeiter/innen mit Kund/innenkontakt. Das Betreten von Verbindungsbauwerken einschließlich Gang-, Aufzugs-, Stiegen- und sonstiger allgemein zugänglicher Bereiche ist für Kund/innen ausschließlich zum Zweck des Durchgangs zu den Kundenbereichen der Betriebsstätten zulässig.

  • Click & Collect ist in allen Geschäften möglich, Abholung zwischen 6 und 19 Uhr:
    • Waren dürfen nur im Freien,
    • im Zeitraum von 6 bis 19 Uhr abgeholt werden.
    • Waren aus dem gesamten Sortiment dürfen bestellt und abgeholt werden.
  • Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen anbieten, sind geschlossen.
  • Kundenbereiche von nicht körpernahen Dienstleistungsbetrieben dürfen weiterhin aufgesucht werden (z. B. Banken, KFZ- und Fahrrad -Werkstätten, Versicherungen, Putzereien, Schneidereien etc.)

Am Arbeitsplatz

  • Wo immer möglich, sollte auf Homeoffice umgestellt werden.  
  • Am Arbeitsplatz ist ein MNS verpflichtend zu tragen, sobald sich in einem Raum ohne Schutzvorrichtung (z.B. Trennwände) zwei oder mehr Personen aufhalten. Eine Ausnahme davon gilt, wenn die Arbeitsverrichtung verunmöglicht werden würde (z.B. Schauspieler*innen). Hier müssen organisatorische Maßnahmen, wie etwa die Bildung von festen Teams, getroffen werden.  

Bildungsbereich

Gesundheits- und Sozialbereich

Kranken- und Kuranstalten

  • Zum Schutz von Kranken- und Kuranstalten gilt, dass Mitarbeiter*innen einmal wöchentlich getestet werden müssen. Alternativ zum Test ist eine Corona SARS-CoV-2 Pandemie Atemschutzmaske (CPA) oder äquivalente bzw. höherem Standard entsprechende Maske zu tragen.
  • Patient*innen, die in Kranken- oder Kuranstalten länger als eine Woche aufgenommen sind, dürfen pro Woche von einer Person einmal besucht werden. Ausnahmen sind:
    • Besuch minderjähriger Patient*innen (höchstens zwei Personen zur Begleitung)
    • Unterstützungsbedürftiger Patient*innen (höchstens zwei Personen zur Begleitung)
    • höchstens eine Person zur Begleitung bei Untersuchungen während der Schwangerschaft sowie vor und zu einer Entbindung und zum Besuch nach einer Entbindung
    • Besuche im Rahmen der Palliativ- und Hospizbegleitung, Seelsorge sowie zur Begleitung bei kritischen Lebensereignissen
    • Patientenanwälte nach dem Unterbringungsgesetz (UbG), BGBl. Nr. 155/1990, sowie eingerichtete Kommissionen zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte
  • Besucher*innen müssen ein negatives Testergebnis vorweisen. Bei einem Antigentest darf die Probeabnahme maximal 24 Stunden zurückliegen, bei einem PCR-Test maximal 48 Stunden. Wenn kein negatives Testergebnis vorgelegt werden kann, ist eine Corona SARS-CoV-2 Pandemie Atemschutzmaske (CPA) oder äquivalente bzw. höherem Standard entsprechende Maske zu tragen.

Alten- und Pflegeheime

  • Zum Schutz in Alten- und Pflegeheimen gilt, dass Mitarbeiter*innen in den jeweiligen Einrichtungen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ab 18. Dezember gilt zusätzlich, dass bei Kontakt mit Bewohner*innen durchgehend eine FFP-2 Maske oder eine äquivalente bzw. einem höheren Standard entsprechende Maske getragen werden muss. Darüber hinaus müssen Mitarbeiter*innen zweimal wöchentlich getestet werden. Falls Tests nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, sind vorrangig Mitarbeiter*innen mit Bewohner*innenkontakt zu testen.  Alternativ zum Test ist eine FFP-2 Maske oder eine äquivalente bzw. einem höheren Standard entsprechend Maske zu tragen.
  • Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen dürfen maximal einmal pro Woche von einer Person besucht werden (ausgenommen sind etwa Palliativ- und Hospizbegleitung sowie Seelsorge). Besucher*innen müssen ein negatives Testergebnis vorweisen. Bei einem Antigentest darf die Probeabnahme maximal 24 Stunden zurückliegen, bei einem PCR-Test maximal 48 Stunden. Zusätzlich müssen Besucher*innen während des Besuchs durchgehend eine FFP-2 Maske oder eine äquivalente bzw. einem höheren Standard entsprechende Maske tragen.
  • Den Bewohner*innen muss einmal pro Woche, sofern sie aber innerhalb dieses Zeitraums das Alten- und Pflegeheim verlassen haben, zweimal pro Woche ein Antigen- oder PCR-Test zur Verfügung gestellt werden.
  • Betreiber*innen haben basierend auf der Risikoanalyse und dem Stand der Wissenschaft entsprechende Präventionskonzepte umzusetzen.

Freizeit, Sport und Kultur

  • Outdoor-Sportstätten dürfen betreten werden (z. B. Eislaufplatz, Loipen), Abstand von mindestens 2 Meter, 10 m2-Regel.
  • Seilbahnen sind geöffnet, Mindestvorgaben durch Bund: Abstand von mindestens 2 Meter z. B. beim Anstellen, FFP2 -Masken ab 14 Jahren (ab 6 Jahren MNS) und 50%ige Auslastung in Gondeln und auf abdeckbaren Sesseln, MNS -Pflicht in Freiluftbereichen von Seil- und Zahnradbahnen; regional weitere Maßnahmen möglich .
  • Kultur: Museen, Bibliotheken, Büchereien und Archive werden geschlossen.
  • Freizeit: Tierparks, Zoos und botanische Gärten bleiben geschlossen.

Letzte Aktualisierung: 22.1.2021, siehe 3. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung; Die Darstellung der aktuellen Maßnahmen auf Bundesebene auf corona-ampel.gv.at dient zur Information der Bevölkerung und wird regelmäßig aktualisiert. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist nicht rechtsverbindlich.